Klara und dIE Wunder
Die fünfzig Wundergrundsätze des KiW

  luftzumathmen: Auf Kurs mit Wundern
  • Willkommen
  • Für Dich
  • Klara und die Wunder
  • Wunderbibliothek
  • Ein spirituelles Willkommen
  • Wer spricht da?
  • Auf Kurs
  • Inspirationen
  • Das Übungsbuch
  • Das Textbuch
  • Funkenflug
  • Funk(en)stille
  • Inhalt "Auf Kurs"
  • Inhalt "Funkenflug"
  • Inhalt "Funke(en)stille"
  • Danke
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Haftungsausschluss
  • Urheberfragen
  • Ich hab' auf dich gewartet, Bruder

Einundvierzigster Wundersatz: Ganz cool bleiben, ist ja nur ein kleiner Hai!

7/12/2017

0 Kommentare

 
K:  Moin, moin! Darf ich reinkommen?

M:  Selbstredend, du bist immer willkommen, auch wenn du mal eine Stunde zu spät kommst.

K:  Du übertreibst! Das sind höchstens …

M:  Ich sage ja nur: falls es mal eine Stunde werden sollte, würde sich an dem Willkommen nichts ändern.

K:  … also nicht mehr als … hast du mal 'ne Uhr? … wann bin ich denn losgegangen … warte mal …

M:  Alles gut, Klara, du bist hier immer rechtzeitig!

K:  Aahh, hört sich gut an, das muss ich Sven erzählen heut' Abend, der bezweifelt das nämlich manchmal mit meiner Rechtzeitigkeit.
Du hattest Besuch?

M:  Stimmt, man sieht es noch, ich räum' das mal weg, so. Olli war da gestern Abend.

K:  Oh, den hab' ich ja auch lange nicht gesehen, wie geht’s ihm denn, immer noch so vergnügt, wie man ihn kennt?

M:  Schon, ja. Aber es geht ihm nicht wirklich gut im Moment. Er kann nicht mehr arbeiten, und er bräuchte das Geld, das er zu seiner superschmalen Rente dazuverdient hat mit dem Apothekenfahrerjob.

K:  Und wieso kann er das nicht mehr machen?

M:  Irgendeine Entzündung im Hüftgelenk, die Ärzte haben definitiv die rote Karte gezogen. Und er hat noch eine ganze Menge dazuverdient, Krankengeld gibt’s auch nicht, weil er eben schon Rentner ist, und jetzt steht er da, mit tausend Problemen.

K:  Da kann er die Grundsicherung beantragen, wenn die Rente nicht reicht, weiß er das?

M:  Ja, und das macht er auch heute. Aber das ist ja das Problem: dann kann er kaum noch was dazuverdienen und das reicht alles vorne und hinten nicht. Er muss sein Auto sofort abstoßen, das er aber eigentlich braucht, um nach Stade zu kommen, wo er noch einen anderen kleinen Job hat, den er mit seiner eingeschränkten Gesundheit auch weiter machen könnte … dann hat er eine Kredit laufen, den er nicht mehr bedienen kann, da muss er Privatinsolvenz anmelden, Rücklagen sind keine da, Familie auch praktisch keine … und die Krönung ist: er muss aus seiner Wohnung raus, seine geliebte Wohnung in Winterhude, die ist für die Grundsicherung zu groß, das wollen sie nicht zahlen, er muss sich was Kleineres suchen.

K:  Boahh, das sind wirklich Probleme! Der arme Kerl, er hat immer gearbeitet, den kennt man ja gar nicht anders … und jetzt ist er schlagartig in der Armutsecke und abhängig von der Sozialhilfe.

M:  Ja, das ist noch sein größtes Problem: er ist sehr stolz darauf, dass er sein Geld immer selbst verdient hat und dass genug da war, um das Leben leben zu können, das ihn erfüllt hat mit seinen Aktivitäten im Sport und als Musiker. Und jetzt muss er nach seinem Empfinden betteln gehen und sich überlegen, ob er zu Hause das Licht anmacht oder nicht: den Strom muss er nämlich weiter selbst bezahlen, sie übernehmen nur die Nettomiete, so wie ich das verstanden habe.

K:  Das fällt schwer, glaub' ich wohl, meinst du, er kriegt es hin?

M:  Ich denke schon, er ist ein Stehaufmännchen, aber er hat dann doch von Selbstmord gesprochen gestern. Er hat mir zwar sofort versichert, dass ich mir keine Sorgen machen solle, er werde es nicht tun, schon wegen seiner einzigen Schwester, die noch irgendwo im Süden lebt, aber der Gedanke sei ihm erstmals in seinem Leben in den Kopf gekommen und er habe sich nach einer echten Option angefühlt.

K:  Oh nee, das tut mir so leid! Hast du ihm ein wenig helfen können?

M:  Ich glaub' schon. Er ist komplett allein sonst, und wir haben die Nähe zueinander gespürt, die dieses Einsamkeitsgefühl doch sehr abmildert: es stimmt einfach nicht, wir sind nie allein! Wir werden jetzt erst mal täglich telefonieren oder uns treffen und den Weg für ihn gemeinsam suchen.

K:  „Mangel“ ist heute das Thema im Wundersatz, schon aufgefallen?

M:  Ich hab' ihn ehrlich gesagt noch gar nicht gelesen. Lass' mal sehen: „Ganzheit ist der Wahrnehmungsgehalt der Wunder. So berichtigen oder sühnen sie die fehlerhafte Wahrnehmung von Mangel“. Da haben wir ja die passende Realität dazu. Olli nimmt alles einfach nur falsch wahr. Da ist einfach kein Mangel! Wirkt erst mal wieder wie Zynismus, aber das kennen wir ja jetzt schon, da müssen wir einen Moment die Luft anhalten und in den Satz runtertauchen!

K:  Hat Olli eigentlich auch irgend einen spirituellen Hintergrund, da war doch was?

M:  Na ja, ich würde sogar sagen, Spiritualität oder in diesem Fall wohl besser Religiosität war immer eins unserer Haupt-Gesprächsthemen, er ist ein evangelsicher Christ, auch eben in Stade in einer Gemeinde engagiert. Aber … wie soll ich sagen? Wir haben uns schon stark angenähert und hatten auch Momente, die wir „Heilige Augenblicke“ nennen würden – gestern zum Beispiel – aber … nein, da ist eigentlich gar kein „aber“: so ist es.
Ich hab' ihm vor vielen Jahren zum Geburtstag den Kurs geschenkt, der steht ungelesen bei ihm im Regal. Er hat einfach einen anderen Zugang, da spielt die Bibel eine große Rolle … ich hab' auch überhaupt keine Lust, das jetzt in diesem Zusammenhang zu vergleichen, es kommt ja immer drauf an, wer was in welchem Geist liest.  Aber es ist sicher so, dass Olli sich noch eine ordentliche Portion Gut- und Böse – Denken bewahrt hat, wie wir alle. Bei ihm glaub' ich, sind es vor allem nichtchristliche Glaubensrichtungen, die für ihn „auf der falschen Seite“ stehen. Und dann, na ja, die Frauen und der Sex, ich glaub', unser Olli würde sich eher tatsächlich von der Köhlbrandbrücke stürzen als durch diesen angenehmen Aspekt unserer Wahrnehmungswelt ein transzendierendes Licht hindurchfallen zu lassen.

K:  Ha, ja, so kenn' ich ihn auch, da hat er die körperlichen Naturgesetze für absolut, unumstößlich und von himmlischen Beeinflussungen unberührbar  erklärt, der alte Draufgänger, man muss als Frau da immer ein bisschen wachsam sein, so charmant er ist, aber manchmal kriegt er dann auch einfach die Kurve nicht. Aber alles gut, wir lieben ihn ja so, wie er ist!

M:  Absolut, und „seine“ Frauen haben ihn auch immer geliebt, er hat ja wirklich ein großes Herz und ist ein Vollblut-Empath, wie er im Buche steht, Musiker eben.

K:  Zur Zeit ist da nichts?

M:  Nee, jetzt ist er schon seit zwei Jahren solo.

K:  Okay, also „Mangel“ an allen Ecken und Enden.

M:  Gut. Dann machen wir jetzt also den Tieftauchgang in den Wundersatz!

K:  Was ist das Meer?

M:  Immer mein eigener Geist. Dahinein und hinunter gilt es zu tauchen, um die EINE PERLE zu finden.
Und da begegne ich auch schon dem ersten kleinen Hai, der mich mit seinem eigenartigen Lächeln angrinst: mir war als erstes, als ich den Wundersatz gelesen habe eben, „Zynismus“ in den Sinn gekommen!

K:  Damit sagst du: es gibt für dich mögliche Ausnahmen, wo dann eben doch der „Mangel“ herrscht, zum Beispiel jetzt die Lage von Olli. Damit leugnest du GOTT und die Tatsache, dass IN IHM kein Mangel sein kann.

M:  Da sehen wir die „unerbittliche“ Konsequenz des Kurses: Entweder wir akzeptieren GOTT oder nicht. Da gibt es einfach kein Dazwischen. Das gilt allerdings nur für das, was ich für grundsätzlich „wahr“ halte, nicht für mein konkretes Verhalten. Es ist immer wieder das Kunststück, das von uns gefordert ist, Ebene zwei und EBENE EINS nicht zu verwechseln und sie in die richtige Ordnung zu rücken, wenn wir überhaupt sinnvoll mit dem Kurs arbeiten wollen.

K:  Das heißt in diesem Fall: Du anerkennst in deinem Geist die Allumfassendheit GOTTES, und das schließt jeden Mangel aus. Gleichzeitig anerkennst du aber, dass du genau das in der Situation, die du gerade betrachtest, eben nicht erleben kannst. Hier aus einer „höheren Position heraus“ von „keinem Mangel“ zu sprechen, ist in deiner Erfahrungswelt tatsächlich ein "Zynismus". Dass du so denkst, akzeptierst du, jetzt aber schon als Teil deiner „alten Welt“, die du noch so erlebst, aber nicht mehr an sie als alternativlos glaubst: du bringst die „kleine Bereitschaft“ auf, dich über die ALTERNATIVE belehren zu lassen.

M:  Und schon das ändert alles! Ich erkenne, ich spüre jetzt, dass das Urteil „Mangel“ den Ausschluss GOTTES zur Voraussetzung hat. In IHM ist kein Mangel, das kann ich sehr stark empfinden jetzt, und zwar für mich, für Olli und für den Hai, der dieses Grinsen der Gewissheit an sich hat, dass er alles Nachdenken über eine friedvolle Welt mit einem Biss widerlegen kann: ein würdiger Vertreter des Ego!

K:  Da IST kein Mangel, und wenn wir ihn auch noch so schmerzhaft erfahren. Das leugnet eben nicht die Erfahrung seiner Wirklichkeit und blockiert auch nicht konkrete Überlegungen, wie man jetzt mal diese Schmerzen praktisch lindern könnte, zum Beispiel durch den Antrag auf Grundsicherung. Es zeigt uns „nur“, dass unsere gesamte Welt, die auf dem „Mangelprinzip“ aufbaut, das man auch „Schuldprinzip“ oder „Angstprinzip“ nennen könnte als direkte, unausweichliche Folgen des Getrenntheitsgedankens, dass diese ganze Welt eine Illusion ist: sie ist einfach nicht WAHR.

M:  Und das können wir nur sehen, wenn wir die WAHRHEIT SELBST  - als Idee zunächst - akzeptieren, bis wir SIE letztlich als unsere IDENTITÄT annehmen können.

K:  „Ganzheit“ ist also der „Wahrnehmungsgehalt der Wunder“, wie schön das vieles von dem zusammenfasst, was wir in den früheren Wundersätzen gesehen haben: Egal, wie sich mir das Wunder präsentiert, als Gedanke, Traum, Begegnung, als Gefühl der Nähe oder eines alle Teile der Situation umfassenden Friedens, als Vision oder in einer Zusammenführung äußerer Konstellationen: der INHALT dessen, was ich als „Wunder“ wahrnehme, ist die GANZHEIT: für einen Augenblick sehe ich „in den Dingen“ das EINE, die QUELLE. Und in IHR ist wahrhaftig kein Mangel irgend einer Art!

M:  Ja, das ist, was ich bei den Wundern immer als „BEGLEITUNG“ empfinde, und dass SIE das Wesentliche ist des Wunders: indem ich mich BEGLEITET fühle, „sehe“ ich IHN, der unabhängig von allen Umständen und unabhängig von Zeit und Raum und der weltlichen Logik, doch ohne meine Wahrnehmung zu „übertrumpfen“, wie es die Magie tut, sie nicht einmal störend, BEI MIR IST und BEI ALLEM ... IN ALLEM.
Das ist für mich dann der Punkt, an dem ich „Wunder“ sage. Es ist nicht die Heilung der Krebskrankheit, die kann mir allerdings in einem speziellen Einzelfall als Teil der "Wunderwirkung" dabei eine Hilfe gewesen sein.

K:  Ja, schön, so kann ich das auch annehmen für mich. Ich hab' da jetzt wieder Ken vor Augen und sein manchmal fast verzweifeltes Bemühen, uns das beizubiegen: DAS ist das eigentliche Wunder, und nicht der Sack Reis, der in China umfällt, weil du vergibst.

M:  So wird es rund, ja. Wir beschränken das Wunder nicht in der Form, in der es sich uns zeigt – das würde sein Wesen leugnen, das sich aus der Unbegrenztheit speist – aber um der Falle des unvergebenen magischen Gedankens an die letztliche Getrenntheit von GOTT zu entkommen, bleiben wir entschieden bei der Definition des „Inhalts“ der Wunder als dem Moment der Wahrnehmung unserer „GANZHEIT“.

K: „So berichtigen oder sühnen sie – die Wunder – die fehlerhafte Wahrnehmung von Mangel“. Wir haben uns GOTT in diesem Augenblick wieder zugewandt und erfahren sofort eine Berichtigung unserer Wahrnehmung, die als Wunder zu uns kommt.
DU siehst Olli, in immer noch derselben Lage, aber von SEINER WAHRHEIT umgeben und geschützt, in DER kein Mangel IST.

M:  Und schon dieser eine kleine Hai, dem wir da sein oberflächlich zynisches Grinsen nicht abgekauft haben, lässt uns die Perle am Grund des Meeres sehen. Wir könnten jetzt an jedem einzelnen Mangel, den wir der Situation Ollis anzusehen meinen, vorbeischwimmen und da würde uns sicher noch so mancher weiße Hai begegnen, aber für den Moment, mein' ich, ist es genug, wie siehst du das?

K:  Einverstanden. Der Satz ist klar geworden. Und wir haben uns aufrichtig mit Olli verbunden im Darüber-Sprechen. Ich wünsch' ihm alles Gute, er wird einen Weg finden. Wir sind bei ihm.

M:  By the way: ich hab' da noch das Haifischknorpel-Konzentrat auf Lager, das du mir mal mitgebracht hast. Willst du was davon in deinen Kaffee?

K:  Oh danke, nein! Das war doch für deine … wie geht’s denn deiner Bandscheibe eigentlich? Wir haben lange nicht mehr darüber gesprochen!

M: Allerbestens, ich soll schön grüßen, das Nichtdarübersprechen hat ihre Heilung extrem beschleunigt! Sie hat bei unseren Gesprächen einfach zugehört!

K:  Schlau! Na, dann geh' ich mal wieder, es gibt hier ja nichts zu essen, oder täusch' ich mich da?

M:  Heute nicht, tut mir leid, ich muss gleich zur Physio. Die glauben da ja nicht an die Möglichkeiten, die eine Bandscheibe so hat, durch einfaches Zuhören zu heilen, da muss ich mich ab und zu sehen lassen!

K:  Okay, mein Lieber, dann mach's gut, und bis morgen, grüß` mir Olli ganz herzlich, machst du?

M:  Auf alle Fälle! Gern! Bis morgen, Klara!



AUF DEN GRUND
0 Kommentare



Hinterlasse eine Antwort.

    Autor


    K = Klara
    M = Michael
    Egon = Egon
    Klara ist etwas vorlaut. Ich bitte um Nachsicht!


    1. Wundersatz
    2. Wundersatz
    3. Wundersatz
    4. Wundersatz
    5. Wundersatz
    6. Wundersatz
    7. Wundersatz
    8. Wundersatz
    9. Wundersatz
    10. Wundersatz
    11. Wundersatz
    12. Wundersatz
    13. Wundersatz
    14. Wundersatz
    15. Wundersatz
    16. Wundersatz
    17. Wundersatz
    18.Wundersatz
    19. Wundersatz
    20. Wundersatz
    21. Wundersatz
    22. Wundersatz
    23. Wundersatz
    24. Wundersatz
    25. Wundersatz
    26. Wundersatz
    27. Wundersatz
    28. Wundersatz
    29. Wundersatz
    30. Wundersatz
    31. Wundersatz
    32. Wundersatz
    33. Wundersatz
    34. Wundersatz
    35. Wundersatz
    36. Wundersatz
    37. Wundersatz
    38. Wundersatz
    39.Wundersatz
    40. Wundersatz
    41. Wundersatz
    42. Wundersatz
    43.Wundersatz
    44. Wundersatz
    45. Wundersatz
    46. Wundersatz
    47. Wundersatz
    48. Wundersatz
    49. Wundersatz
    50. Wundersatz
Powered by Create your own unique website with customizable templates.
  • Willkommen
  • Für Dich
  • Klara und die Wunder
  • Wunderbibliothek
  • Ein spirituelles Willkommen
  • Wer spricht da?
  • Auf Kurs
  • Inspirationen
  • Das Übungsbuch
  • Das Textbuch
  • Funkenflug
  • Funk(en)stille
  • Inhalt "Auf Kurs"
  • Inhalt "Funkenflug"
  • Inhalt "Funke(en)stille"
  • Danke
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Haftungsausschluss
  • Urheberfragen
  • Ich hab' auf dich gewartet, Bruder