Klara und dIE Wunder
Die fünfzig Wundergrundsätze des KiW

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Dreißigster Wundersatz: Vom Mönch und der Rolle eines einzelnen Stück Papiers im universellen Gleichgewicht

1/11/2020

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K: Hi Micha, guten Morgen!

M: Morgen, Klara, wie war's mit Paula in der Stadt gestern?

K: Sven hat ihr zwanzig Euro mitgegeben für Böller und jetzt kannst du dir vorstellen …

M: Die Qual der Wahl!

K: Ich sage dir! Aber hat Spaß gemacht, wie sie sich freut auf heute Abend! So lange aufbleiben dürfen! Herrlich, diese Kinderzeit!

M: Ja, das war … anders noch, da hat uns die Zeit auch schon umfangen, aber sie war noch fraglos unendlich, da hat sich der Augenblick noch bis zum Horizont erstreckt.

K: Schön ist das, soll sie es genießen, so lange sie kann! Ich hab' uns großen Kindern aber auch was zum Genießen mitgebracht, ist ein etwas längerer Text, den ich gestern im Internet gefunden habe – von einem buddhistischen Mönch und Autor, „Thich Nhat Hanh“ heißt er. Es ist eine Betrachtung über ein Stück Papier und ich fand, dass darin zwei entschlossene Schritte zu erkennen sind, mit denen hier über die „Märchenwelt“ hinausgegangen wird, die wir gestern gesehen haben in dem Stück aus der Erdsee-Saga. Und außerdem passt der Text sehr gut zu unserem heutigen Wundersatz.

M: Bin gespannt, lies doch einfach mal vor!


K: Gern, also:
„Seht die Wolke, die in diesem Stück Papier schwebt. Wenn ihr genau hinschaut, werdet ihr sie sehen können. Ohne die Wolke wird kein Regen sein; ohne Regen können die Bäume nicht wachsen, und ohne Bäume können wir kein Papier herstellen.
Für die Existenz des Papieres ist die Wolke wesentlich. Wenn die Wolke nicht ist, kann auch das Stück Papier nicht sein. Wir können also sagen, dass die Wolke und das Papier einander bedingen und durchdringen.
Betrachten wir dieses Stück Papier näher, so können wir auch den Sonnenschein darin sehen. Ist der Sonnenschein nicht da, kann der Wald nicht wachsen. Tatsächlich kann nichts wachsen. Und so wissen wir, dass auch der Sonnenschein in diesem Papier ist, und dass sie sich wechselseitig bedingen und durchdringen. Und wenn wir weiter hinschauen, so sehen wir den Holzfäller, der den Baum fällt und ihn zur Mühle bringt, damit aus dem Baum Papier werden kann. Und wir sehen den Weizen.
Wir wissen, dass der Holzfäller ohne sein tägliches Brot nicht leben kann, und daher ist der Weizen, der zu seinem Brot wurde, auch in diesem Stück Papier; ebenso wie die Mutter und der Vater des Holzfällers es sind.
Betrachten wir es in dieser Weise, so sehen wir, dass das Stück Papier ohne all diese Dinge nicht existieren kann. Schauen wir noch genauer hin, so sehen wir auch uns darin. Das ist nicht schwer zu verstehen, denn wenn wir ein Stück Papier betrachten, so ist es Teil unserer Wahrnehmung. Euer Geist ist ebenso darin wie der meine. Daher können wir sagen, dass alles in diesem Stück Papier enthalten ist. Ihr könnt nichts herausgreifen, was nicht darin ist – Zeit, Raum, die Erde, der Regen, die Mineralien der Erde, der Sonnenschein, die Wolke, der Fluss, die Hitze. Alles existiert gleichzeitig in diesem Stück Papier. Das Stück Papier ist, weil alles andere ist.
Angenommen, wir versuchen, eines der Elemente zu seinem Ursprung zurückzuführen, z.B. führen wir den Sonnenschein zurück zur Sonne. Glaubt ihr, dass das Stück Papier dann noch möglich wird? Nein, denn ohne Sonnenschein kann nichts sein. Und führen wir den Holzfäller zurück zu seiner Mutter, so haben wir ebenfalls kein Stück Papier mehr. Tatsächlich besteht dieses Stück Papier nur aus „Nicht-Papier Elementen”. Und wenn wir diese Nicht-Papier-Elemente zurück zu ihren Ursprüngen führen, gibt es überhaupt kein Papier mehr. Ohne Nicht-Papier-Elemente wie Geist, Holzfäller, Sonnenschein usw. wird kein Papier möglich sein. So dünn dieses Stück Papier auch ist, es enthält das ganze Universum in sich.“ Thich Nhat Hanh
Naa? Du schweigst?


M: Da kann man wirklich tief durchathmen … wow, was für ein Text! Und du hast recht, da ist von vornherein genau das drin und wird schrittweise anschaulich gemacht, was in dem Erdsee-Text von gestern noch vor der Tür stand: der GEIST, die LIEBE, GOTT.


K: Und in einer so anschaulichen und behutsamen Art und Weise! Lass' uns doch mal die Schritte nachgehen: Da wird zunächst so etwas wie die „Allverbundenheit“ beschrieben am Beispiel des Papiers, das von allem, was „Nichtpapier“ ist, so durchdrungen ist, dass es nur in Anwesenheit all dieser „Nicht-Papier-Elemente“ überhaupt existiert. Diesen Teil kann man noch wie die Rede des Magiers der Erdsee-Saga lesen: alles ist mit allem verwoben, kein Teil existiert ohne das andere.


M: Genau, da kann man sich noch dingliche Verknüpfungen, geheime Kommunikationskanäle und insgesamt eben eine Art holographische Weltverbundenheit vorstellen. Aber mit dem Satz „Schauen wir noch genauer hin, so sehen wir auch uns darin“ geht die Tür auf für den Geist. Jetzt ist unsere Wahrnehmung mit einbezogen: weil wir die Dinge sehen, existieren sie. Auch unsere Wahrnehmung kann nicht aus dem Papier genommen werden, wenn es existieren soll.


K: Ja, wunderbar. Und dann kommt der dritte Schritt, und das ist für mich so plastisch beschrieben, dass ich es jedem empfehlen würde, vorne in den KiW zu kleben mit der Überschrift: Wenn du dich fragst, was „Ebenenvermischung“ und das „Zurechtrücken der Ebenen“ bedeutet, dann lies erst mal das hier!


M: Oh ja, das kann man unter diesem Aspekt so sehen, der Text ist von einer unglaublichen Einfachheit und damit Klarheit, was für ein Geschenk!


K: Zunächst irritiert ja dieses „zum Ursprung zurückführen“ ein wenig, wenn es dann auch heißt, dass das Papier „nicht mehr möglich ist“, wenn wir auch nur eins der Nicht-Papier-Elemente „auf seinen Ursprung zurückführen“. Aber dann kommt das „Aha!“: Das ist nichts anderes als der von uns „gemachte“ Ur-sprung, dem die „QUELLE“ allen Seins gegenübergestellt wird. Und außerhalb der QUELLE IST das Papier nicht existent.
Die Welt ist eine Illusion, würde der Kurs sagen und immer wieder: Gedanken verlassen ihre QUELLE nicht. Darin liegt alle WAHRHEIT, auch die des Papiers.
Und jetzt schau' mal auf unseren Wundersatz!


M: Die Wunder „rücken die Ebenen der Wahrnehmung zurecht, indem sie den reinen Geist anerkennen“.
Ebene eins, der GEIST, wird nicht mehr dem weltlichen Körperdenken untergeordnet, sondern „zurechtgerückt“ als die EINZIGE, die WAHRE EBENE. Aus dieser Sicht ist unsere Wahr-nehmung eine Illusion, wir haben ja schon beim dreiundzwanzigsten Wundersatz darüber gesprochen.


K: Die Wunder „zeigen die Ebenen in ihrer richtigen Anordnung“.
Ich denke, wir können sagen, dass wir beide beim Lesen oder Zuhören diesen Text als Wunder erlebt haben. Beide hatten wir die Neigung, zu sagen, dass wir ihn „eingeathmet“ haben. Unserer Wahrnehmung dieses Textes hat sich, wie so oft bei den Wundersätzen, gezeigt, dass der GEIST seine QUELLE ist und nicht die Welt dessen Ursprung.
Das Wunder „zeigt uns die Ebenen in ihrer richtigen Anordnung“.


M: Super, Klara, dass du diesen Text gefunden hast, das ist wirklich eine sehr plastische Anschauung der Ebenen-Entmischung, der Berichtigung des falschen Ursprungs-Gedankens der Trennung.


K: Ja, find' ich auch. Und jetzt noch der letzte Teil des Wundersatzes: „Das stellt den reinen Geist in den Mittelpunkt, wo er unmittelbar kommunizieren kann“.
Das Papier, die Sonne, der Wald, der Holzfäller, meine Wahrnehmung … ich kann das AUGE geradezu auf mir liegen fühlen, DAS IN LIEBE auf das alles ALS EINS schaut.


M: … und in diesem Moment kommuniziert SIE un-mittelbar mit uns, weil wir das Fenster wieder freigeräumt haben, das wir mit all unserer Kraft versucht haben, zu verstellen. SIE scheint einfach herein als das LICHT, das WIR SIND. Klara, das ist wunderschön, ich danke dir!


K: Ich danke dir, und Thich Nhat Hanh, dem Kurs, dem Papier, ich verneige mich vor dem Holzfäller, der Sonne, den Bäumen, den Wolken und vor allem, was in meinem Nichtaufgezählthaben vorkommt. Soll es ewig aufbleiben, dieses Fenster, ist das nicht ein schöner Silvesterwunsch?


M: Oh ja! Machen wir das Fenster auf, und wenn es noch so knallt und raucht, und lassen wir dies LICHT durch alles fallen, was für ein Vorsatz!


K: Okay, Micha, das war ein würdiger Jahresabschluss, der ein Fenster öffnet statt abzurechnen. Ich geh' jetzt mal, in diesem Jahr sehen wir uns wohl nicht wieder!


M: Ich bin bei euch heut' Abend, bis nächstes Jahr also, mach's gut!


K: Du auch, und bis morgen, Ciao, schön, dass du da bist!


M: ...


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    M = Michael
    Egon = Egon
    Klara ist etwas vorlaut. Ich bitte um Nachsicht!


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