Ziemlich private gedanken zu den lektionen des übungsbuchs

  luftzumathmen: Auf Kurs mit Wundern
  • Willkommen
  • Für Dich
  • Klara und die Wunder
  • Wunderbibliothek
  • Ein spirituelles Willkommen
  • Wer spricht da?
  • Auf Kurs
  • Inspirationen
  • Das Übungsbuch
  • Das Textbuch
  • Funkenflug
  • Funk(en)stille
  • Inhalt "Auf Kurs"
  • Inhalt "Funkenflug"
  • Inhalt "Funke(en)stille"
  • Danke
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Haftungsausschluss
  • Urheberfragen
  • Ich hab' auf dich gewartet, Bruder

Wenn in China der Sack Reis umfällt, hab ich da auch was mit zu tun? --- zu Lektion 315

11/11/2017

2 Kommentare

 

„Alle Gaben, die meine Brüder geben, gehören mir.“ Das ist eine sensationelle Lektion, und ich würde mal wetten, es ist eine der meistüberlesenen. Schönes Wort: meistüberlesen!
Warum glaub ich das? Erst mal aus eigener Erfahrung mit mir selbst, und dann aus der Beobachtung heraus, dass hier etwas angesprochen wird, was wohl den meisten von uns derart gegen den Strich geht, dass sie gar nicht wirklich wissen wollen, wovon da eigentlich die Rede ist. Gut, das gilt natürlich für den Kurs überhaupt, er geht unserem Ego voll gegen den Strich. Aber hier ist eine sehr praktische Sache unseres Alltagserlebens angesprochen, und die ist wunderbar geeignet, mal so ein bisschen zu überprüfen, wieweit die eigene „kleine Bereitwilligkeit“ geht.

Es geht hier darum, die Wunder der Erlösung im Bruder zu suchen und zu finden und nicht in „mir“. Diese Lektion ist eine Rarität insofern, dass sie zu den ganz wenigen Stellen im Kurs gehört, an denen „konkrete“ Beispiel gegeben werden. Und auch die - zwei an der Zahl - sind zwar konkret, aber doch auch fast schon wieder Verallgemeinerungen:

„Ein Bruder lächelt einen anderen an, und mein Herz ist erfreut. Jemand spricht ein Wort der Dankbarkeit oder des Erbarmens, und mein Geist empfängt diese Gabe und nimmt sie als seine eigene an.“

Das kann man sich wirklich einrahmen, solche Stellen sind an einer Hand abzuzählen. Und jedesmal lächelt jemand oder ist dankbar, da ist der Kurs (und das mit Sicherheit ganz bewusst!) sehr ein-fältig und wortkarg.

Dabei sagt er doch hier: „Jeden Tag kommen tausend Schätze zu mir mit jedem Augenblick, der verstreicht. Ich werde den ganzen Tag über mit Gaben gesegnet, deren Wert weit jenseits aller Dinge liegt, die ich mir vorstellen kann.“

Wieso fällt dem Kurs da nicht mehr Konkretes ein? Wie passt das zusammen?
Ich denke, ER weiß so viel besser als jeder von uns, dass wir nur durch unseren ganz speziellen Weg, der für jeden für uns individuell ist, lernen werden, nur durch die Erfahrungen, die wir direkt machen bei der Anwendung der Vergebung. ER geleitet uns nur bis an die Tür, hinter der wir das WUNDER selbst erleben müssen, um unserem Denken schließlich eine ganz und gar unserer Gewohnheit entgegenlaufende Richtung geben zu WOLLEN und unsere IDENTITÄT im HIMMEL und nicht mehr in der Welt zu suchen und zu finden.

Aber trotzdem. Zwei Beispiele gibt er hier. Der lächelnde Bruder, der einen anderen anlächelt und ein Jemand, der ein Wort des Dankes spricht. Das Besondere an diesen Beispielen ist, dass dieser „Andere“, der da angelächelt wird, nicht ich bin, und das Wort des Dankes bezieht sich auf irgendetwas, das nicht näher benannt ist. Jedenfalls auch nicht auf mich.
„Ich“ bin nur mit meinen Gedanken dabei. An-wesend sozusagen. Die Situationen scheinen sich nicht auf mich zu beziehen, ich komme in ihnen nicht vor, und doch schwingt etwas in mir mit, und irgendwo fühle ich mich selbst angelächelt und so, als habe sich das Wort des Dankes an mein tiefstes Inneres gerichtet.

Und das hat es auch. Das ist es, was mir diese Lektion sagt. Sie sagt mir, wer ich bin. Ich bin nicht der, der glaubt, die Situation habe nichts mit ihm zu tun, sondern der, der sich mit angelächelt fühlt, der sich mit allem freut, was Freude auslöst, und mit jedem Stückchen Angst, das sich irgendwo zugunsten des Vertrauens in die Wahrheit der LIEBE auflöst, angstfreier wird. Der bin ich. Und das soll ich glauben? Das soll ich glauben!
Damit glaube ich an das Wunder der Heilung meiner körperlichen Identität, die wahnsinnigerweise auf der Trennung von mir und dir besteht.

Hier wird es wirklich praktisch. Und hier können wir nicht mehr an dem WUNDER, das geschehen muss, um unseren Identitätswechsel zu ermöglichen, vorbeischauen.
Die geistige Haltung der Vergebung ist für mich vor allem eine Haltung, in der ich das Wunder ERWARTE. Wenn ich vergebe, habe ich akzeptiert, dass ich mich und dich falsch gesehen habe. Ich hatte gedacht, wir seien getrennt.
Jetzt akzeptiere ich das Wunder: Jedes Lächeln auf dieser Welt, jeder Dank, jeder Sonnenstrahl, der hinter einer Wolke hervorkommt, jedes versöhnliche Wort, jede Hilfe, die irgendwer irgendwem gibt in welcher Form auch immer … ist eine Gabe an mich, die mich „segnet“ in meiner wahren IDENTITÄT und mich wesentlich-mitwirkender Teil jeder Situation sein lässt.
Wenn ich das so ERWARTE. Das ist mein eigener kleiner Beitrag: ich muss es für möglich halten, ich muss dem WUNDER einräumen, ES für mich zu SEIN: Die ganz konkrete Heilung meines Trennungsglaubens.

Es gibt keine Situation, die nichts mit mir „zu tun“ hätte. Alles ist die Bitte um Vergebung oder die Gabe der Vergebung, die Bitte um Heilung oder die Gabe der Heilung. Und zwar meiner Heilung! Und um das so sehen zu können, muss ich verzichten lernen: auf alle Vergleiche, die „mich“ besser oder schlechter aussehen lassen als dich, auf alle „kleinen Vorteile“, die ich in meinen Positionen dir gegenüber sehe, auf allen Neid, die Missgunst, den Hader zwischen mir und meinem Lieblingsfeind und v.a. auf die eine Ausnahme, die mich dann doch dazu berechtigt, das Böse in dir zu sehen.

Dann sehe ich z.B. im Fernsehen den Richter des Kriegsverbrechertribunsals in Den Haag, der nach der Verhandlung – der Abspann des Berichts läuft schon, der Ton ist bereits weg – auf den Verurteilten, der sich in der Verhandlung zu seinen Verbrechen bekannt und sich selbst als wahnsinnig bezeichnet hat – zugeht und dem total erstaunten „Täter“ die Hand gibt. Solch ein Moment. Da hab ich mich gleichzeitig vergessen und wiedererkannt: MIR ist vergeben!

Was für eine Gabe!    ❤️
2 Kommentare
Ulla Schwarz
10/11/2020 11:03:59

Guten Morgen,

deine Gedanken zum Kurs in Wundern und heute morgen beim lesen am Smartphone zufällig entdeckt, haben mich begeistert.

Danke für deine sehr authentischen Reflexionen.

Ich freue mich auf weitere.

Sonnige Herbstgrüße

Ulla Schwarz

Antwort
Michael link
10/11/2020 11:24:29

Ganz herzlichen Dank, liebe Ulla, das freut mich wirklich sehr. Der Kurs gehört in den Alltag, in die Begegnung mit dem Bruder. Da erkenne ich mich.

Danke dir und sei herzlich willkommen!

Michael

Antwort



Hinterlasse eine Antwort.

    Autor

    Wenn ich die STILLE aufschreiben könnte, die zu mir aus der Verbundenheit mit dir spricht, würde ich es tun.
    So sind es nur ein paar Gedanken zu den Lektionen des "Kurs in Wundern" geworden.
    Dein Bruder

    2018
    Lektion 001
    Lektion 002
    Lektion 003
    Lektion 004
    Lektion 005
    Lektion 006
    Lektion 007
    Lektion 008
    Lektion 010
    Lektion 011
    Lektion 012
    Lektion 013
    Lektion 014
    Lektion 015
    Lektion 016
    Lektion 017
    Lektion 018
    Lektion 019
    Lektion 020
    Lektion 021
    Lektion 022
    Lektion 023
    Lektion 219
    Übungsbuch Teil II
    STILL SEIN UND NICHTS TUN :-)
    2017
    Lektion 294
    Lektion 295
    Lektion 297
    Lektion 300
    "WAS IST CHRISTI WIDERGEBURT?"Lektion 301
    Lektion 302
    Lektion 304
    Lektion 306
    Lektion 308
    Lektion 309
    Lektion 310
    Lektion 312
    Lektion 314
    Lektion 315
    Lektion 318
    Lektion 319
    "WAS IST DIE SCHÖPFUNG?" Lektion 321
    Lektion 322
    Lektion 325
    Lektion 326
    Lektion 328
    Lektion 329
    WAS IST DAS EGO? Lektion 331
    Lektion 332
    Lektion 334
    Lektion 339
    WAS IST EIN WUNDER? Lektion 341
    Lektion 343
    Lektion 344
    Lektion 345
    Lektion 347
    Lektion 348
    lektion 350
    WAS BIN ICH? Lektion 351
    Lektion 352
    Lektion 353
    Lektion 354
    Lektion 355
    Lektion 356
    Lektion 357
    Lektion 358
    Lektion 359
    Lektion 360
    DIE LETZTEN LEKTIONEN
    HAT SICH EIGENTLICH WAS VERÄNDERT FÜR DICH IN DIESEM JAHR? DER EPILOG
Powered by Create your own unique website with customizable templates.
  • Willkommen
  • Für Dich
  • Klara und die Wunder
  • Wunderbibliothek
  • Ein spirituelles Willkommen
  • Wer spricht da?
  • Auf Kurs
  • Inspirationen
  • Das Übungsbuch
  • Das Textbuch
  • Funkenflug
  • Funk(en)stille
  • Inhalt "Auf Kurs"
  • Inhalt "Funkenflug"
  • Inhalt "Funke(en)stille"
  • Danke
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Haftungsausschluss
  • Urheberfragen
  • Ich hab' auf dich gewartet, Bruder